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Presse - Marco Reichel war Retter in der Not Drucken E-Mail
Delmenhorster Kurier Donnerstag, 6. Juli 1989
Marco Reichel war Retter in der Not
In zwei Tagen Rolle des kranken Hauptakteurs gelernt


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Der Dreiakter "Vater braucht eine Frau", den die Theater-AG der Ganderkeseer Realschule in der Schulaula aufführte, war ein voller Erfolg. (lab)   fo/lab
Ganderkesee (lab). Spritzig, frech und mit viel Schwung brachte die Theater Arbeitsgemeinschaft der Ganderkeseer Realschule das Lustspiel „Vater braucht eine Frau" von Christian Bock auf die Bühne. Viel hat nicht gefehlt und die gesamte Vorstellung hätte abgesagt werden müssen, weil der eigentliche Hauptdarsteller, Henning Schulz-Streeck, mit einer Mandelentzündung das Bett hütete. Retter in der Not und „Held" des Abends war Marco Reichel, der die Hauptrolle in knapp zwei Tagen lernen mußte.
Marco spielte einen verwitweten Regierungsrat, der unter dem Temperament seiner vier Kinder schwer zu leiden hat. Das Marco Reichel bis zur Vorstellung noch nicht die Textsicherheit hatte, mit der seine Mitspieler glänzten, agierte er mit einem kleinen Büchlein in der Hand. Immer, wenn die Situation brenzlig wurde und das Gedächtnis kurz versagte, warf er einen Blick in seinen Text, und das Geschehen nahm seinen Fortgang. Der Handlungsablauf wurde dadurch kaum beeinträchtigt, da es die übrigen Darsteller auf der Bühne verstanden, in solchen Augenblicken die Aufmerksamkeit des Publikums auf andere Dinge zu lenken. Für besonders ulkige Einfälle zur Überbrückung von Textschwächen gab es wiederholten Beifall.
Das Stück ist für Schultheater außerordentlich gut geeignet. Wer könnte eine lärmende und tobende Kinderhorde besser spielen als Schüler? Inhaltlich war das Stück zwar recht einfach, trotzdem wurden die Zuschauer immer wieder zu spontanen Lachern hingerissen. Den Schülern war die Freude am Spiel deutlich anzusehen.
Der Ablauf des Stückes in drei Akten wird von zwei Zeitungsannoncen bestimmt. Die erste wird vom Regierungsrat aufgegeben.
Er sucht eine neue Haushaltshilfe. Mit der zweiten versuchen die vier munteren Kinder, für ihren Vater, einen Mann „in den besten Jahren seines Lebens, gebildet und gut aussehend", eine neue Frau zu finden. Die Verwicklungen, die sich daraus ergeben, sind für den geplagten Regierungsrat zunächst recht peinlich: In der Annahme, es stelle sich bei ihm ein neues Kindermädchen vor — seine Sprößlinge haben in den letzten Monaten sechs Betreuerinnen vergrault —, gerät er an eine heiratswütige junge Dame. Nachdem sich die Situation recht schnell aufklärt und der Vater seine Kinderhorde zur Rede stellt, merken die vier, daß sie sich mit ihrer eigenmächtigen Aktion ein gewaltiges „Kuckucksei ins Nest gelegt haben".
Das Fräulein entpuppt sich als rechtschaffen kratzbürstig und versucht, den Regierungsrat um die „Finger zu wickeln". Den vier Geschwistern gelingt es währendessen, den Vater davon zu überzeugen, ein nettes Kindermädchen einzustellen, das sie künftig wesentlich lieber als neue Mutter hätten. Bis zum obligatorischen Happy End — natürlich heiratet der Vater das Kindermädchen — kommt es noch zu zahlreichen haarsträubenden Situationen.

 
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Ich will zurück
Jonathan G. 23. Januar 2006

Alle die abgehen
sagen das Gleiche,
Schule ist blöde,
Aber doch war's 'ne Weiche,

Man durfte nicht rauchen,
auch das ist passee,
doch mich zu verstecken,
dass tat mir nie weh,

ich würd gern zurück
auf die RSG,
denn die Lehrer war'n korrekt,
sowie ich das seh,

Wir hatten viel Spaß,
es war 'ne geile Zeit,
und das sie vorbei ist,
tut mir irgendwie leid,

Der Unterricht war leicht,
nagut nicht immer,
doch sage ich euch,
jetzt ist es viel schlimmer!

doch das zu verstehen,
da braucht es viel Zeit,
die Monate verwehen,
es packt einem der Neid,

Man will zurück,
nur für einen Tag,
man erkennt, welches Glück,
in der Vergangenheit lag ...


 

 
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