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Presse - Olfi Obermeier und der Ödipus Drucken E-Mail
Delmenhorster Kreisblatt Samstag, 24. Mai 1997
Olfi Obermeier und der Ödipus
Image
Versöhnen sich wieder: Moni und Olfi Obermeier und Johannes Müller (v.l.).
Foto: Kieselbach

ks Ganderkesee. Siegmund Freud macht „Olfi Obermeier" das Leben schwer. Der Psychoanalytiker weilt zwar schon seit 48 Jahren nicht mehr unter uns, aber seine Ödipus-Theorie hat Spuren hinterlassen, unter anderem in Christine Nöstlingers Jugendbuch „Olfi Obermeier und der Ödipus". Mit diesem Werk als Grundlage hat die Theatergruppe der Ganderkeseer Realschule ein Stück mit eigenen Arrangements auf der Bühne am Steinacker inszeniert.
Die Theater-AG hat alle Bühnenbilder selbst entworfen: Ein Jugendzimmer mit Schreibtisch, Bett und Büchern im Regal zeigt Olfi Obermeiers (Sabrina Bach), Bleibe, in die er sich zurückzieht, wenn er von seinen sieben Mitbewohnerinnen - Mutter, Tanten, Schwestern, Oma - Ruhe haben und nicht gestört werden will.
Das hat er offenbar nötig, hat er doch in der Zeitschrift „Psycho-Akut" gelesen, daß die Erziehung durch Männer einen höheren Intelligenzquotienten bewirke. Nun hat er Angst, er könne verdummen oder nach der Theorie Freuds schwul werden. 30 Mal
kopiert er diesen für ihn so wichtigen Artikel und klebt ihn überall in der Wohnung auf, selbst auf den Toilettendeckel. Denn auch das Bad mit Klo, Dinosauriertapete und verschiedenen Deodorants auf der Ablage ist eigens für den Auftritt aufgebaut.
Verständnis für Olfis prekäre Lage bringen ihm die Verwandten nur in einem von der Theatergruppe selbst entworfenem Traum entgegen, und er faßt den Entschluß, seinen Vater (Patrick Gerlach) aufzusuchen, der nach der Zeugung Olfis Mutter (Linda Weitz) verlassen hat, und von dem er allen erzählt hat, daß er mit seiner coolen Harley-Davidson einen tödlichen Unfall erlitten habe.
Doch er hat Glück, daß sein Vater lebt, immerhin will er in Zukunft öfter zu ihm kommen und ihn als Mann in der Weiberwelt unterstützen. Nun verliert der Ödipus-Komplex seine Gefahr, zumindest für Olfi.
Ein heiteres Stück, das von der Theatergruppe lustig und unterhaltsam vorgetragen wurde.
 
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Ich will zurück
Jonathan G. 23. Januar 2006

Alle die abgehen
sagen das Gleiche,
Schule ist blöde,
Aber doch war's 'ne Weiche,

Man durfte nicht rauchen,
auch das ist passee,
doch mich zu verstecken,
dass tat mir nie weh,

ich würd gern zurück
auf die RSG,
denn die Lehrer war'n korrekt,
sowie ich das seh,

Wir hatten viel Spaß,
es war 'ne geile Zeit,
und das sie vorbei ist,
tut mir irgendwie leid,

Der Unterricht war leicht,
nagut nicht immer,
doch sage ich euch,
jetzt ist es viel schlimmer!

doch das zu verstehen,
da braucht es viel Zeit,
die Monate verwehen,
es packt einem der Neid,

Man will zurück,
nur für einen Tag,
man erkennt, welches Glück,
in der Vergangenheit lag ...


 

 
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