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Besuch in der Lebenshilfe Ganderkesee Drucken E-Mail
Die Klassen 8b und 8c haben im evangelischen Religionsunterricht die Lebenshilfe besucht.
Sind Behinderte genauso wie wir?
Besuch in der Lebenshilfe Ganderkesee
Interview mit Herrn Duzat
Herr Duzat ist seit dem 1.1.1997 der Leiter der Tagesbildungsstätte(TBS) in Ganderkesee.

RS 8b: Seit wann gibt es diese Einrichtung? (Initiator?)
Herr Duzat: Diese Einrichtung gibt es seit1968. Mehrere Eltern von geistig Behinderten haben sich zusammengeschlossen, um diese Einrichtung zu gründen.
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RS 8b: Wie wird die Einrichtung finanziert? (besondere Sponsoren?)
Herr Duzat: Das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) schreibt vor (§40), dass das Sozialamt die Kosten übernimmt, also z.B. für die Arbeitskräfte, die in den Einrichtungen arbeiten. Die Kosten für die Lebenshilfe in Ganderkesee werden vom Sozialamt in Wildeshausen übernommen.

RS 8b: Wie viele Lebenshilfeeinrichtungen gibt es in Deutschland?
Herr Duzat: In Deutschland gibt es viele dieser Einrichtungen "Lebenshilfe", denn jedes Bundesland hat eine Lebenshilfe – Vertretung. Der Bundesverband hat seinen Sitz in Marburg, 1958 gegründet. Ich schätze, dass es auf jeden Fall über 1000 solcher Einrichtungen gibt, Wohnheime, Kindergärten usw. eingeschlossen.

RS 8b: Wo wurden die Behinderten vorher geschult?
Herr Duzat: Es gab vorher keine Schulen und Ausbidungsstellen für Behinderte, deswegen setzten sich die Eltern von Behinderten dafür auch so ein.

RS 8b: Seit wann arbeiten Sie in der Lebenshilfe?
Herr Duzat: Seit dem 1.1.1997 arbeite ich in der Lebenshilfe Ganderkesee.

RS 8b: Wie sieht Ihr Aufgabenbereich aus?
Herr Duzat: In meiner Ausbildung habe ich Behinderten – Pädagogik gelernt. Im Grunde bin ich für alles verantwortlich.

RS 8b: Wollten Sie schon immer mit Behinderten arbeiten? (Motive?)
Herr Duzat: Ich wollte schon immer etwas mit Menschen zu tun haben.

RS 8b: Wie viele unterschiedliche Aufgabenbereiche gibt es?
Herr Duzat: Die Aufgabenbereiche bestehen darin, die Kinder zu pflegen, zu erziehen, ihnen Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen usw. . Diese Aufgaben übernehmen die 3 BetreuerInnen (Sozialpädagoge oder Diplomheilpädagoge) sowie Erzieher oder Kinderpfleger und Zivildienstleistende.

RS 8b: Wie reagieren Sie auf Diskriminierungen von Behinderten?
Herr Duzat: Ich finde es nicht gut, dass man die Behinderten blöd und ungerecht behandelt, ich werde sauer und spreche die Leute an und frage sie, warum sie so unverschämt sind.

RS 8b: Wie viele SchülerInnen bzw. Erzieher gibt es hier?
Herr Duzat: Wir haben hier insgesamt 45 SchülerInnen, die in 6 Gruppen aufgeteilt sind, sodass in jeder Gruppe 8 – 9 SchülerInnen sind. Dann haben wir hier 12 qualifizierte ErzieherInnen, Zivildienstleistende, einen Psychologen, einen Sonderschullehrer, der dreimal pro Woche da ist und einen Diplomsozialpädagoge.

RS 8b: Wie lange bleiben die SchülerInnen in der Schule? (Alter?)
Herr Duzat: Die Schüler bleiben von 8.30Uhr – 14.30 Uhr in der Schule. Mit 19 gehen sie von der Schule ab.

RS 8b: Welche Art von Behinderung haben Ihre SchülerInnen?
Herr Duzat: Es werden, bevor sie aufgenommen werden, Untersuchungen durchgeführt, ob sie eine Behinderung haben, denn es werden nur geistig Behinderte Kinder und Schwerstbehinderte aufgenommen.

RS 8b: Wie groß ist der Einzugsbereich für diese Schule?
Herr Duzat: Die Kinder kommen aus dem Landkreis Oldenburg und dem südlichen Teil der Wesermarsch (bis nach Lemwerder.)

RS 8b: Wie ist der Tagesablauf in der Lebenshilfe?
Herr Duzat: Sie werden zwischen 7.00 Uhr und 7.15 Uhr von zu Hause abgeholt, sodass sie um 8.30 Uhr in der TBS sind. Spätestens um 9.00 Uhr beginnt der Unterricht, also Frühstück, Therapie, Unterricht, usw. Dann gibt es Mittagessen, danach können sie z.B. reiten, schwimmen.Um 14.30 Uhr werden sie nach Hause gebracht.

RS 8b: Welche Unterrichtsziele werden verfolgt? (Fächer? Klassenstufen? Noten?)
Herr Duzat: Es werden keine Fächer und Noten im üblichen Sinne erteilt.

RS 8b: Werden Klassenfahrten unternommen?
.Herr Duzat: Ja, jedes Jahr werden mehrtägige Ausflüge (7 – 14 Tage) unternommen

RS 8b: Unterstützen die Eltern die Arbeit in der Schule?
Herr Duzat: Ja, sie haben einen Förderverein gegründet. Sie unterstützen uns mit Geld. Das Geld nehmen sie durch den Verkauf von Sachen und von Spenden ein.

RS 8b: Gibt es in Ganderkesee viele Angebote für Behinderte?
Herr Duzat: Es gibtviele Angebote in Ganderkesee, z.B. den integrierten Kindergarten oder eine integrierte Gruppe im Trend.

RS 8b: Vielen Dank für dieses tolle Interview.

Das Interview führten Michelle Gerlach, Bianca Lösekann, Marion Wefer und Antje Logemann.
   

 
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Ich will zurück
Jonathan G. 23. Januar 2006

Alle die abgehen
sagen das Gleiche,
Schule ist blöde,
Aber doch war's 'ne Weiche,

Man durfte nicht rauchen,
auch das ist passee,
doch mich zu verstecken,
dass tat mir nie weh,

ich würd gern zurück
auf die RSG,
denn die Lehrer war'n korrekt,
sowie ich das seh,

Wir hatten viel Spaß,
es war 'ne geile Zeit,
und das sie vorbei ist,
tut mir irgendwie leid,

Der Unterricht war leicht,
nagut nicht immer,
doch sage ich euch,
jetzt ist es viel schlimmer!

doch das zu verstehen,
da braucht es viel Zeit,
die Monate verwehen,
es packt einem der Neid,

Man will zurück,
nur für einen Tag,
man erkennt, welches Glück,
in der Vergangenheit lag ...


 

 
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