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Presse - Die Realschule wird untergehen |
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Delmenhorster Kreisblatt Donnerstag, 10. Juli 2008
„Die Realschule wird untergehen“
Zum Abschied konstatiert Sportlehrer Peter Terborg den allmählichen Abstieg seiner Wirkungsstätte

Schulleiter Joachim Hüneberg verabschiedete gestern seinen bisherigen
Stellvertreter Jürgen Bendert, Peter Terborg und Waldemar Wajmann (von
links nach rechts) aus dem Kollegium der Realschule Ganderkesee. Foto:
Reiner Haase
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Drei Lehrer verlassen die Realschule Ganderkesee. Der Schule fehlt noch
die Zusage, dass die Lücken im Sport-, Biologie- und Chemieunterricht
schnell geschlossen werden.
Von Reiner Haase
Ganderkesee. In 32 Jahren an der Realschule Ganderkesee hat Sport- und
Biologielehrer Peter Terborg viel miterlebt. Als er nach einigen Jahren
als Volks- und Realschullehrer in Esens 1976 in seinen Heimatort
Ganderkesee wechselte, bevölkerten allein Realschüler das Gebäude
nördlich der Straße Am Steinacker. Dann sei das Gymnasium gegründet
worden, zunächst nur mit Oberstufenklassen, erinnert er sich an die
frühen 80-er Jahre. Die Verhältnisse änderten sich: Das Gymnasium habe
die Realschule an den Rand gedrängt. „Wir Lehrer sind schließlich in
der Hausmeisterwohnung gelandet“, erzählt Terborg, der in wenigen Tagen
den 65. Geburtstag feiert und gestern seinen letzten Schultag hatte.
Der Umzug in das Gebäude der Hauptschule südlich des Steinackers sei
der nächste Schritt gewesen, so Terborg rückblickend, und nun folge der
Zusammenschluss der Haupt- und Realschule. Den wird Terborg nicht mehr
als Lehrer mitmachen, aber als Beobachter. „Nicht die Hauptschule wird
untergehen, sondern die Realschule. Das Niveau wird nach unten gedrückt“, prophezeit er.
Das Unterrichten ist für Terborg endgültig vorbei. Er will sich auf die
Arbeit als Referent für die Jugendtrainer-Ausbildung in der
Handball-Region Oldenburg konzentrieren. Und er hat eine
Prioritätenliste: „Erstens die Familie. Zweitens das Reisen. Drittens
Haus und Garten. Meine Frau hat schon ein dickes Aufgabenbuch
vollgeschrieben.“
Mit Terborg wechselt der bisherige stellvertretende Schulleiter Jürgen Bendert |
in den Ruhestand. Er hat in Ganderkesee dreizehneinhalb Jahre lang Politik, Geschichte, Geografie, Englisch und Sport unterrichtet. Die Vorbereitung auf den Umzug der Schule fiel mitten in seine Amtszeit. „Mal eben die Straßenseite wechseln – damit war es nicht getan“, erinnert er sich. Er freut sich, dass er mitwirken konnte, für die neue Mensa des Schulzentrums „das Buhlmahn-Geld loszueisen“ – sprich: dem Kultusministerium einen saftigen Zuschuss zu entlocken. „Man bekommt von den Kindern viel zurück“ – diese Gewissheit nimmt Bendert, der seinen 65. Geburtstag jüngst feierte, mit in den Ruhestand. Den jüngeren Kollegen gibt er einen Rat: „Man muss die Dinge gelegentlich aus dem Blickwinkel der Jugendlichen betrachten.“ Das kann er künftig weiter üben, wenn er ein paar Kurse in der Nachhilfeschule übernimmt, die seine Frau in Huntlosen etabliert hat.
Mit freundlichen Worten nahm Schulleiter Joachim Hüneberg am Mittwoch vor dem Kollegium, Eltern- und Schülervertretern auch Abschied von Waldemar Wajmann. Der Lehrer für Sport, Biologie und Chemie war acht Jahre in Ganderkesee und wechselt an die Realschule Lohne-Dinklage. „Sie soll etwas kleiner und gemütlicher sein“, hat sich der 49-Jährige erzählen lassen. Vor allem aber liegt Lohne-Dinklage nur halb so weit von seinem Wohnort Goldenstedt entfernt wie Ganderkesee. „Und die Spritkosten erstattet mir niemand“, konstatiert er; deshalb hat er schon seit längerem mit einem Wechsel ins Südoldenburgische geliebäugelt. „Ich verlasse ein gutes Kollegium und mache mich auf den Weg zu etwas Neuem“, sagt Wajmann.
Schulleiter Hüneberg hofft, dass die Lücken insbesondere in den Fächern Sport, Chemie und Biologie zum Beginn des neuen Schuljahres geschlossen sind. Eine Zusage auf Zuweisung neuer Lehrer hat die Realschule noch nicht. |
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Ich will zurück Jonathan G. 23. Januar 2006 Alle die abgehen sagen das Gleiche, Schule ist blöde, Aber doch war's 'ne Weiche, Man durfte nicht rauchen, auch das ist passee, doch mich zu verstecken, dass tat mir nie weh, ich würd gern zurück auf die RSG, denn die Lehrer war'n korrekt, sowie ich das seh, Wir hatten viel Spaß, es war 'ne geile Zeit, und das sie vorbei ist, tut mir irgendwie leid, Der Unterricht war leicht, nagut nicht immer, doch sage ich euch, jetzt ist es viel schlimmer! doch das zu verstehen, da braucht es viel Zeit, die Monate verwehen, es packt einem der Neid, Man will zurück, nur für einen Tag, man erkennt, welches Glück, in der Vergangenheit lag ... |
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