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Presse - Kleingedrucktes zieht Schüler in Bann |
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NordWest-Zeitung Mittwoch, 23. April 2008
Kleingedrucktes zieht Schüler in Bann
WELTTAG DES BUCHES NWZ-Redakteure lesen in der Realschule vor – Neuer Zugang zu Literatur

Welches Buch interessiert euch? Bei NWZ-Redakteur Markus Minten konnten die Schüler selbst wählen. |
DURCH DIE AKTION SOLL DIE FREUDE AN BÜCHERN GEWECKT WERDEN. DIE SCHÜLER INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR DIE ARBEIT BEI DER ZEITUNG.
VON FRIEDERIKE KLOTH
GANDERKESEE - „Noch ein Kapitel?“ Die Mädchen und Jungen aus der Klasse 5c der Realschule Ganderkesee nickten eifrig und rückten mit ihren Stühlen noch etwas näher an NWZ–Redakteur Oliver Schulz heran.
Für den Welttag des Buches war er am Dienstag gemeinsam mit NWZ-Redakteur Markus Minten und Dr. Reinhard Tschapke, Feuilletonchef der NWZ, in den fünften Klassen der Realschule zu Gast, um den Schülern eine Stunde lang etwas vorzulesen. Durch die Aktion, die bereits zum zweiten Mal stattfand, soll das Interesse der Schüler am Lesen geweckt werden. „Die Jungen und Mädchen bekommen durch das Zuhören einen neuen Zugang zu den Büchern“, erklärte Maike Bogun, die die Vorlese-Aktion organisiert hat. „Wir haben viele Schüler, die kein einziges Buch zu Hause haben. Das muss sich ändern“, fand sie. Ihr Plan schien aufzugehen, die Schüler lauschten ihren Vorlesern gebannt.
Die hatten sich für ihren Auftritt ganz unterschiedliche Kinderbücher ausgesucht. Um „Die Kinder von Moorhusen“ von Arno Surminski ging es mit Dr. Reinhard Tschapke in der 5a, Oliver Schulz stellte Peter Härtlings Geschichte über „Jette“ vor und in der Klasse 5b drehte sich mit Markus Minten alles um Geschichten von Astrid Lindgren und um den „Gurkenkönig“ von Christine Nöstlinger. Nach dem Lesen löcherten die Schüler ihre Gäste noch mit vielen Fragen über den Beruf eines Redakteurs. „Da waren manche ganz schön direkt“, lachte Tschapke anschließend.
„Noch sind sie etwas zu jung, doch es ist immer schön, wenn die Kinder früh mit dem Zeitungslesen beginnen. Mit dieser Aktion kann man da schon erstes Interesse wecken“, glaubt Bogun. Denn gerade auch durch die regelmäßige Lektüre der Tageszeitung würden die Schüler ihre Lesekompetenz stärken.
Besonders spannend sei es für die Schüler, wenn vorn nicht immer nur
der Lehrer stehe, sondern auch mal jemand aus einem ganz anderen
Bereich. „Da haben sie gleich die ganze Aufmerksamkeit auf ihrer
Seite“, bemerkte Bogun ohne Neid. Einige Schüler konnten von den
spannenden Geschichten gar nicht genug bekommen: Sie behielten das Buch
vom „Gurkenkönig“ gleich da.
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Noch ein Kapitel bitte: Oliver Schulz las den Schülern aus einem Buch von Peter Härtling vor.
BILDER: FRIEDERIKE KLOTH
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Gespannte Stille herrschte auch während der Lesung von Dr. Reinhard Tschapke.
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