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Presse - Ein Dach für zwei Schulen |
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Delmenhorster Kurier, Samstag, 5. Juli 2008
Ein Dach für zwei Schulen
Rat führt Haupt- und Realschule Ganderkesee zum 1. Oktober näher zusammen
Von unserem Mitarbeiter
Marco Wingert
GANDERKESEE. Mit einem einstimmigen Votum hat der Gemeinderat in seiner
Sitzung am Donnerstagabend den Weg frei gemacht für die Zusammenlegung
von Haupt- und Realschule in Ganderkesee. Vertreter der Ratsfraktionen
betonten, dass die beiden Schulzweige ab Oktober nicht einfach nur eine
gemeinsame Leitung haben, sondern dass mit dem Zusammenschluss neue
Wege in der Ganderkeseer Schullandschaft beschritten würden.
Es sei etwas Besonderes, dass in Ganderkesee zwei Schulen und deren
Kollegien diesen Weg einschlagen, sagte CDU-Ratsfrau Elke Röhl während
der knapp 40-Minütigen Ratssitzung. Ab 1. Oktober 2008 würden Haupt-
und Realschüler gemeinsam die - noch namenlose - "Schule X" besuchen.
Damit könne ihnen ein besseres Zusammenleben und -lernen geboten
werden. "Unser Interesse besteht darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen", sagte Röhl für ihre Fraktion. |
Edith Ohlenbusch (SPD) sagte, dass es nun darum gehe, die Schüler in
die Namensfindung für ihre neue Schule einzubeziehen und so ein Stück
Gemeinsamkeit und Verbundenheit zu schaffen. Sie betonte die Rolle der
Lehrerkollegien, die hoch motiviert seien. Für die Fusion gelte: "Sie
schafft mit Sicherheit neue Impulse und bessere Lernbedingungen." Auch
auf einem weiteren Gebiet sieht Ohlenbusch Vorteile: So lasse sich
ihrer Einschätzung nach eine gemeinsame Ganztagsbeschulung einfacher
umsetzen als derzeit.
SPD-Fraktionschef Johannes Mestemacher sprach von einer
"zukunftsorientierten und neuen Form" für die Schulen. Dies sei
notwendig, denn es sei festzustellen, dass ein Standbein des
dreigliedrigen Schulsystems - nämlich die Hauptschule -
zusammengebrochen ist. Grund dafür sei, dass der Elternwille mehr
Übertritte in Richtung Realschule und Gymnasium mit sich bringe. Der
Sozialdemokrat griff zudem eine Bezeichnung aus der Beschlussvorlage auf: "Mir gefällt der Begriff ‚Schule der Zukunft’ sehr."
Einen Schritt weiter ging
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Mestemacher mit Blick auf die Situation in Bookholzberg: "Wir müssen möglicherweise an anderen Standorten auch eine neue Lösung finden." Gemeint sei dabei eine Gesamtschule, stellte der Fraktionsvorsitzende klar.
Für die Liberalen betonte Ratsherr Hans-Jürgen Hespe, dass der von ihnen in der ersten Fachausschuss-Sitzung angemeldete Beratungsbedarf die Entscheidung letztlich nicht verzögert habe. Vielmehr sei die nun gefundene Formel, nach der sich der Ausschuss dafür ausspricht, die Schulen "organisatorisch und finanziell auf dem Weg zur Schule der Zukunft zu unterstützen", aus Sicht der FDP viel besser. In der ursprünglichen Sitzungsvorlage sei der Eindruck erweckt worden, es gehe nur um die organisatorische Zusammenfassung. Hespe erläuterte, bei der Fusion sei mehr gefragt: "Das ist nur sinnvoll, wenn ein besonderes pädagogisches Profil zur Stärkung der Hauptschule geschaffen wird." Daher finde es die FDP gut und richtig, dass die Vorlage entsprechend ergänzt worden sei.
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