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Presse - Hauptschule ist keine Sackgasse Drucken E-Mail
Delmenhorster Kreisblatt Donnerstag, 15. Mai 2008
„Hauptschule ist keine Sackgasse“
Informationen für Neulinge und Eltern
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Realschulleiter Joachim Hüneberg und Hauptschulleiter Burkhard Lindner (v.l.) informierten Viertklässler und Eltern über wichtige Fragen zu ihren Schulen.
FOTO: Katja Butschbach

Für die Viertklässler und ihre Eltern steht Ende Juni die schwierige Wahl zwischen Haupt- und Realschule an. Mit einem Info-Nachmittag versuchten die Schulen, diese zu erleichtern.

Von Katja Butschbach

Ganderkesee. „Was bedeutet die Wahl der Haupt- oder Realschule für die Zukunft meines Kindes?“ Dies ist die Frage, die zum Ende der vierten Klasse viele Eltern beschäftigt.
Hauptschulleiter Burkhard Lindner versuchte, das größte Vorurteil gegenüber der Hauptschule zu entkräften. „Die Hauptschule ist keine Sackgasse“, sagte er. Das niedersächsische Schul- und Bildungssystem sei sehr offen. Hauptschüler erlangen, so Lindner, mit dem Abschluss ihrer jeweiligen Berufsausbildung automatisch schon ihren Realschulabschluss. Über weitere Bildungsschritte können Hauptschüler sogar zu einem Studienabschluss kommen.
Realschulleiter Joachim Hüneberg schloss sich diesem Tenor an. Es sei wichtig, die Empfehlung für eine bestimmte Schulform ernstzunehmen. „Entscheidend ist, dass
ihr Kind sich an der Schule wohlfühlt“, sagte er. Mit dauerhaftem Misserfolg an der falschen Schule könne dies nicht erreicht werden. Und auch wenn ein Kind eine Realschulempfehlung habe, sei Fleiß ein wesentlicher Faktor für den Erfolg.
Das Profil der Haupt- im Gegensatz zur Realschule fasste Lindner sehr griffig. An der Hauptschule gehe es vor allem darum, eine Basis für eine Berufsausbildung zu schaffen. Die Realschule vermittle dagegen Kenntnisse und Fertigkeiten, die auch für den Besuch weiterführender Schulen wichtig seien. Vorteil der Hauptschule sei, dass sie mit maximal 26 Schülern geringere Klassengrößen habe als die Realschule. Dort sitzen bis zu 32 Kinder in einer Klasse.
Beide Schulleiter präsentierten auch ihr Programm für die Ganztagsschule. An vier Tagen in der Woche gibt es an beiden Schulen Nachmittagsangebote, die sich an die Mittagspause anschließen. Für die Schüler wurde es vor allem nach dem Vortrag richtig spannend: Bei einer Schulführung konnten sie sich schon einmal ihre künftigen Klassenräume in der Haupt- beziehungsweise in der Realschule anschauen.
 
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