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Presse - Keine Hoffnung auf Gesamtschule Drucken E-Mail
Delmenhorster Kreisbaltt Mittwoch, 9. April 2008
Keine Hoffnung auf Gesamtschule
Landtags-CDU will bisherige Schulformen behalten
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Karl-Heinz Klare, kultuspolitischer Sprecher der Landtags-CDU, und Fraktionskollege Ansgar Focke sehen keine Chance für eine Gesamtschule in der GemeindeFOTO: Bettina dogs
Ganderkesee. Über die Zukunft neuer Gesamtschulen in Niedersachsen wird weiter gestritten. von Bettina Dogs Hannover. Eine Gesamtschule in Ganderkesee noch in diesem Jahr ist vom Tisch. „Hier ist nicht angekommen, dass Eltern in Ganderkesee oder Bookholzberg unbedingt eine wollen“, sagte Karl-Heinz Klare, kultuspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, gestern Nachmittag im dk-Gespräch. Zum ersten Mal haben die neu gewählten Abgeordneten gestern in der Plenarsitzung in Hannover debattiert. Unter anderem auf der Tagesordnung: Gesetzentwürfe, in denen SPD, Grüne und Linke fordern, neue Gesamtschulen nicht weiter zu verbieten.
Dem stehen CDU und FDP grundsätzlich nicht entgegen, beide Koalitionspartner wollen neue Gesamtschulen allerdings nur neben dem bestehenden Schulsystem zulassen. Für Ganderkesee sieht Karl-Heinz Klare da schwarz. „Eine Gesamtschule ist dort nicht möglich ohne dass andere Schulformen gestrichen werden müssten“,
meinte der ehemalige Hauptschullehrer. Das Gymnasium aber müsse unbedingt erhalten bleiben. „Wir wollen nicht, dass Kinder gezwungen werden, auf die Gesamtschule zu gehen.“ Stattdessen wolle man die Bildungsqualität der einzelnen Schulen stärken. Bis zur nächsten Sitzung im Mai wird das Thema nun weiter in den Arbeitsgruppen diskutiert. Klare und Fraktionskollege Ansgar Focke, Landtagsabgeordneter für den Landkreis Oldenburg, sind sich sicher: Vor August wird es kein neues Gesetz zu künftigen Gesamtschulen in Niedersachsen geben. Nur wenn ein qualifizierter Elternwille vorliegt, sollen laut Koalition integrierte Gesamtschulen zusätzlich eingerichtet werden. Wenn eine bestimmte Anzahl Eltern also verbindlich zusagt, ihre Kinder die nächsten Jahre auf eine Gesamtschule zu schicken. 120 Schüler, so Klare, müssten über einen längeren Zeitraum jedes Jahr neu bereitstehen, um die Gesamtschule dauerhaft zu halten.
 
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