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Presse - Rat gibt grünes Licht für Schule der Zukunft Drucken E-Mail
Delmenhorster Kreisblatt Freitag, 04. Juli 2008
Rat gibt grünes Licht für „Schule der Zukunft“
Haupt- und Realschule Ganderkesee kooperieren ab dem 1. Oktober

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Gemeinderat die Zusammenfassung der beiden Schulen abgesegnet. Auch bestätigte der Rat das Ausschuss-Votum, mit der Erweiterung der Grundschule Bookholzberg noch in diesem Jahr zu beginnen.

Von lars laue

Ganderkesee. In der nur gut 30 Minuten kurzen letzten Ratssitzung vor der Sommerpause haben die Lokalpolitiker gestern Abend einstimmig grünes Licht gegeben für die Zusammenlegung der Haupt- und der Realschule Ganderkesee zum 1. Oktober dieses Jahres. Wie berichtet, sollen die beiden auf dem Weg zu einer „Schule der Zukunft“ sowohl verwaltungsmäßig als auch inhaltlich ab Oktober gemeinsame Wege gehen.
Die SPD-Ratsfrau Edith Ohlenbusch regte an, die Schüler bei der Suche nach einem Namen einzubinden. Das schaffe Verbundenheit und fördere die Identifikation mit der neuen Schulform. Der SPD-Fraktionsvorsitzende
Hans Mestemacher sprach die Hoffnung aus, dass neue Antworten auf die Entwicklungen im Schulbereich andernorts in die Tat umgesetzt werden. Mestemacher zielte damit auf die SPD-Forderung ab, im Bookholzberger Schulzentrum eine Gesamtschule einzurichten.
Für die FDP verteidigte deren Ratsherr Hans-Jürgen Hespe, dass die Liberalen eine Abstimmung im Schulausschuss zunächst mit dem Hinweis auf „Beratungsbedarf“ verhindert hatten. Die FDP wollte damals noch eine Stellungnahme der Hauptschule einholen und hat dies auch getan (dk berichtete). Nach Hespes Ausführungen von gestern Abend war dies der Auslöser dafür, dass die Schulen nicht nur auf Verwaltungsebene, sondern auch bei ihren pädagogischen Konzepten zusammenarbeiten. „Unbeteiligte könnten nach Ihren Ausführungen nun ja glauben, Sie hätten das Ruder komplett  herumgerissen“, empörte sich die CDU-Ratsfrau Elke Röhl über Hespes
Darstellung und fügte hinzu: „Das stand alles bereits fest. Sie haben das Vorhaben verzögert, und so sind uns möglicherweise Personalstellen entgangen.“
Das zweite Hauptthema der Ratssitzung war die Erweiterung der Grundschule Bookholzberg. Auch hier waren sich die Ratsmitglieder einig und stimmten einstimmig dafür, entgegen der ursprünglichen Planung bereits in diesem Jahr mit der Schulvergrößerung zu beginnen. Überplanmäßig werden dafür 200.000 Euro in diesem Jahr bereitgestellt, verschoben werden dafür der Bau eines Regenrückhaltebeckens und der Ausbau der Wagnerstraße.
Politiker von CDU, SPD und FDP lobten sich selbst dafür, in diesem Fall an einem Strang gezogen und auf ein konkret drängendes Problem flexibel reagiert zu haben. Die zusätzlichen Räume sollen von der Grundschule in erster Linie für „Zusatzangebote“ wie Förderunterricht und nachschulische Betreuung sowie für Gruppenarbeit genutzt werden.
 
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