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Presse - Mit neuem Name zu alten Zielen |
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Delmenhorster Kurier Dienstag, 26. Juni 2007 Mit neuem Name zu alten Zielen Präventionsprojekt „Niko" soll Jugendliche an Ganderkeseer Schulen unterstützen / Engere Kooperationen
Von unserem Redakteur Matthias Eichler GANDERKESEE. Das Land Niedersachsen möchte die Bildungs-, Erziehungs- und Gesundheitskompetenzen der Schüler stärken. Klingt kompliziert, ist es aber (eigentlich) nicht. In Ganderkesee schließt „Niko" (so wird das Niedersächsische Kooperations- Bildungsprojekt abgekürzt) an ein bisheriges Präventions- und Integrationsprogramms an. Man (er)kennt sie auf dem Schulhof der Haupt- und Realschule Ganderkesee. Hille Krenz wird beim Gang über den Schulflur von allen Seiten angesprochen. Verwunderlich ist das nicht, schließlich arbeitet die 45-jährige Sozialpädagogin gerne „in engem und direktem" Umgang mit den Schülern. Sie möchte wissen, was die Kinder und Jugendlichen bewegt, wo sie Probleme haben und was sie an ungelösten Konflikten (auch mit den Eltern) mit sich herumschleppen. Eine gute Gelegenheit für Gespräche hatte sich an der Haupt- und Realschule bisher durch das Präventions- | Schulleiter Werner Köhler. FOTOS: EIC | Eltern. „In den Familien leben die Mitglieder oftmals in zwei verschiedenen Welten", sagt Werner Köhler, Leiter der Schule am Habbrügger Weg. Heutzutage müssten auch die Eltern unterstützt werden, um die Probleme der Jugendlichen erfassen zu können. „Eltern können ihren Kindern viel erzählen", sagt Sozialpädagogin Krenz, „ aber die hören meistens gar nicht zu." So würden viele Probleme gar nicht erst besprochen oder offen diskutiert. Ein Beispiel: Pubertät und Sexualität. „Viele Informationen bekommen die Jugendlichen von zu Hause gar nicht mit", berichtet Krenz aus Gesprächen mit Schülern. Das Präventionsprojekt soll dazu beitragen, „Kompetenzen zur Lebensbewältigung | Soziaipädagogin Hille Krenz. | und Integrationsprojekt „Print" ergeben. Doch das war auf fünf Jahre beschränkt und ist Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen. Jetzt gibt es ein neues Projekt, das Kindern und Jugendlichen auf den richtigen Weg ins Leben helfen soll und insbesondere auf die Themenschwerpunkte Bildung, Erziehung und Gesundheit abzielt. „Niko" heißt es kurz, in der Langfassung „Niedersächsisches Kooperations -Bildungsprojekt zur Stärkung von Bildungs-, Erziehungs- und Gesundheits- kompetenzen." Dahinter steckt eine enge Zusammenarbeit der Haupt-, Real- und Förderschulen Ganderkesee mit Beratungsstellen, der Gemeinde, dem Landkreis -und insbesondere den | so zu verpacken, dass sie bei den Jugendlichen auch ankommen. " „Niko" läuft bis 2011; ein Budget von 2300 Büro steht der Sozialpädagogin für Veranstaltungen und Aktivitäten pro Jahr zu Verfügung. Nicht viel Geld, aber immerhin ein Polster für nachhaltige Arbeit. Denn das ist Krenz' großes Ziel: „Ich möchte viele Dinge auf den Weg bringen, die später fest installiert werden sollen", sagt die 45-Jährige. Dazu könnten Sozial- und Bewer-lits; bungstraining ebenso gehören wie Freizeitangebote. Wenn es Präventionsarbeit ginge, seien allerdings alle gefordert: Schulen, Vereine, Behörden, Einrichtungen der Jugendhilfe. Und ganz wichtig: die Eltern. |
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