Bei den Feierlichkeiten zum 25jährigen Bestehen zwischen den Gemeinden Ganderkesee und Château-du-Loir wurden von der französischen Ratsfrau Dr. Postic und dem stellvertretenden Bürgermeister Alain Trouslard angeregt auch auf deutscher Seite ein Jugensparlament aus der Taufe zu heben. Nach mehreren beratenden Sitzungen mit Herrn Sprung und Vertretern der Gemeinde, mit Frau Driever von der Realschule und Frau Goldenstedt vom Gymnasium Ganderkesee wurde beschlossen in den Schulen die Vertreter / Vertreterinnen für ein Jugendparlament wählen zu lassen. Allgemeine Informationen zum Jugendparlament sind nachzulesen bei der Bundeszentrale für politsche Bildung. Hier folgt ein kleiner Auszug.
Auszug aus "Europawahl 2004" von der Bundeszentrale für politische Bildung - Repräsentative Formen: Darunter fallen beispielsweise Kinder- und Jugendparlamente, Jugendkreistage, KinderbürgermeisterInnen, Kinder- und Jugendbeiräte und verbandsbezogene repräsentative Formen der Beteiligung. Sie ähneln den Formen demokratischer Beteiligung von Erwachsenen. Fast immer werden in repräsentativen Beteiligungsformen die Kinder und Jugendlichen von Gleichaltrigen gewählt.
- Offene Versammlungsformen: Dazu gehören Kinder- und Jugendforen, Kinderversammlungen, Runde Tische oder Kinder- und Jugendeinwohnerversammlungen. Jedes Kind kann daran teilnehmen, wenn es ein Anliegen hat oder dabei sein möchte.
- Projektorientierte Partizipationsformen: Das sind Beteiligungsprojekte, die zeitlich, thematisch und räumlich eingegrenzt und stark vom persönlichen Bezug der Kinder und Jugendlichen abhängig sind ("Betroffensein"). Typische Durchführungsformen sind zum Beispiel Zukunftswerkstätten, Planungszirkel, Spielraumplanungen, Planerworkshops mit Kindern, Verkehrsplanungs- und Bebauungsplan-Checks sowie Beteiligungsspiralen.
- Alltägliche Formen der Partizipation: Sie werden in der Kommune, in pädagogischen Institutionen und in der Familie praktiziert. Gemeint sind damit alltägliche Formen der Beteiligung wie das Partizipieren an einfachen dialogischen Gesprächssituationen, spontane Kreisgespräche, Nein-Sagen-Dürfen, Schweigesteine im Kindergarten, eine Mecker- und Kritikwand und vieles andere mehr.
- Medienorientierte Formen der Beteiligung: Hier wirken Kinder an der Gestaltung des Radioprogramms, des Fernsehprogramms, von Printmedien und Internetseiten mit und haben auf diese Weise auch die Möglichkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese öffentlich zu machen.
- Wahlrecht in Erwachsenenstrukturen: In einigen Bundesländern wurde ein Kommunales Wahlrecht ab 16 Jahren eingerichtet, um Jugendliche in überschaubarem Rahmen mitbestimmen zu lassen.
|