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Presse - Altes Hallenbad-Café als neues Jugendcafé Drucken E-Mail
Delmenhorster Kurier Donnerstag, 28. Februar 2008
Altes Hallenbad-Café als neues Jugendcafé
Jugendparlament diskutiert auch Aktionen gegen rechts
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Das Jugendparlament befasste sich auf seiner jüngsten Sitzung im Ganderkeseer Rathaus mit der Option, im alten Hallenbad-Café einen Treffpunkt für Jugendliche zu schaffen.   FOTO: MARCO WINGERT

Von unserem Mitarbeiter
Marco Wingert

GANDERKESEE. Sich treffen, Freunde finden, spielen oder auch einfach nur "chillen": Dafür soll in Ganderkesee demnächst ein Jugendcafé zur Verfügung stehen. Hille Krenz vom Niedersächsischen Kooperations- und Bildungsprojekt (Niko) hat das Konzept dafür jetzt dem Jugendparlament der Gemeinde vorgestellt. Außerdem auf der Tagesordnung der Parlamentarier: Aktionen gegen Rechtsextremismus und Fahrten nach Berlin und Château-du-Loir.

Grund für die Einrichtung eines Jugendcafés sei die wiederholt festgestellte Unzufriedenheit Ganderkeseer Jugendlicher mit den vorhandenen Freizeitangeboten. Es fehlten adäquate Aufenthaltsmöglichkeiten, sagte Krenz. Gespräche mit Jugendlichen hätten ergeben, dass zusätzliche Räume neben den bereits vorhandenen Treffs gewünscht seien. Aus der Frage heraus, was man tun könne, damit die Schüler ihre Freizeit sinnvoll gestalten können, sei die Idee eines Jugendcafés entstanden, erklärte Krenz.
Die Verwaltung habe dafür das alte Café im Hallenbad zur Verfügung gestellt. Hier gilt es nun, die Räume entsprechend zu gestalten. Dafür sei das Projekt zum einen auf Spenden angewiesen, zum anderen sei der Einsatz der Jugendlichen gefragt. Denn die sollten sich für ihr Café engagieren, stellte Krenz klar. Daher seien Freiwillige gesucht, die mitarbeiten wollen. Der Raum
war zuletzt bei den Büttenabenden als Raucherzimmer genutzt worden. Zunächst soll das Jugendcafé seine Türen jeweils am Donnerstag von 17.30 bis 21.30 Uhr öffnen. Dies sei eine Zeit, in der viele Jugendliche nicht wüssten, wohin sie gehen sollen, erläuterte die Niko-Mitarbeiterin. Bei einer erfolgreichen halbjährigen Anlaufphase sei aber auch ein zweiter oder dritter Öffnungstag in der Woche denkbar. Krenz: "Wenn sich zeigt, dass alle dabei sind, ist auch mehr Unterstützung möglich." Langfristig könnte dies eine Honorarkraft für das Projekt bedeuten, erläuterte sie den Jugendparlamentariern.
Die Jugendlichen setzten sich auf ihrer Sitzung auch mit angedachten Aktionen gegen Rechtsextremismus auseinander. Eine Projektwoche, sagte die Vorsitzende Solveig Backhaus, komme zumindest am Gymnasium in diesem Schuljahr nicht mehr zustande. Lehrerin Yvonne Heimbüchel regte stattdessen an, dass die Schüler sich dafür einsetzen könnten, klassenweise und in verschiedenen Fächern das Thema zu behandeln. Angesprochen wurde auch eine Demonstration gegen rechts, die laut Aussage eines Jugendparlamentariers am 15.März in Ganderkesee stattfinden soll.
Die ausgefallene Fahrt nach Berlin wollen die Jugendparlamentarier voraussichtlich im Herbst nachholen. Ein Besuch in der Partnergemeinde Château-du-Loir sei in der Zeit vom 10. bis 15. Juni möglich, sagte Lehrerin Christiane Goldenstedt vom Gymnasium, die sich zur Organisation bereit erklärt hat. In den Schulen sollen demnächst Aushänge angebracht werden, auf denen weitere Informationen stehen.
 
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