|
Presse - Schüler wollen Verfassungsschutz einladen |
|
|
|
NordWest Zeitung Mittwoch, 21. November 2007
Schüler wollen Verfassungsschutz einladen
JUGENDPARLAMENT Thema Rechtsextremismus soll intensiver behandelt werden
GANDERKESEE/BV - „Heutzutage treten Neonazis anders auf als vor zehn Jahren", erläuterte Christiane Goldenstedt am Dienstag während der Sitzung des Ganderkeseer Jugendparlaments. Sie bezog sich mit ihrer Aussage vor allem auf die Verhaltensweisen und geheimen Erkennungszeichen der Rechten. Im Verlauf des Treffens wurde daher beschlossen, sich mit dem Thema intensiver auseinanderzusetzen. Ein Experte des Verfassungsschutz oder des Bundeskriminalamtes soll die Ganderkeseer Schüler, nach Möglichkeit schon im Januar, über Gefahren des gegenwärtigen Rechtsradikalismus und die Aktivitäten der NPD aufklären.
Auch im Unterricht müsse die Angelegenheit besser
thematisiert werden, |

Tagten im Jugendzentrum „Trend": Die Mitglieder des Jugendparlamentes der Gemeinde Ganderkesee. BILD: VÖLLMAR
|
Arbeiten sie ehrenamtlich?"
Bereitwillig
gab Christel Schalk Auskunft, die eine engere Zusammenarbeit mit den
Schulen begrüßen würde: „Es wäre schön, wenn die Schüler zum Beispiel
über Schülerfirmen in der Mensa Eine-Welt-Produkte verkaufen würden."
Auch eine noch bessere Bildungs- und Aufklärungsarbeit hält sie für
sinnvoll. Sie freute sich, dass das Jugendparalament sie zum 20.
November, zum Tag der Kinderrechte, eingeladen hatte, einen Vortrag
über den Welt Laden zu halten: „Es ist schön, dass Interesse an uns
besteht."
Die Wahlen des Vorstandes des Jugendparlaments wurden auf die nächste Sitzung im Januar verschoben. |
darin waren sich die Schüler einig. Vorschläge zum Beispiel im Kunstunterricht Objekte anzufertigen und diese auszustellen wurden begrüßt. Bis zur nächsten Sitzung im Januar sollen weitere Ideen gesammelt werden, beschlossen die Teilnehmer.
Neben dem Rechtsextremismus war der Ganderkeseer Weltladen Thema der Sitzung. Christel Schalk klärte über die Produktpalette und die
|
Aktivitäten des Ladens auf. Sie stellte Erzeugnisse vor, die die
elf anwesenden Schüler und sechs Lehrer ausgiebig begutachteten.
Spielzeug, Fußbälle und Batiktücher, die unter menschenwürdigen
Bedingungen in der. Dritten Welt hergestellt wurden, fanden bei allen
Anwesenden Anklang. Interessiert stellten die Schüler Fragen: „Wo bleibt
der Gewinn der großen Textilkonzerne, wenn sie so billig produzieren?
Wie trägt sich der Weltladen? |
|